Arzneimittelsicherheit in Deutschland:

Mangelhaft

Zahlreiche Studien belegen: Um die Arzneimittelsicherheit ist es in der Bundesrepublik schlecht bestellt.

Betroffene von gefährlichen Kontraindikationen und Wechselwirkungen sind vor allem ältere Menschen, die meist mehrere Medikamente einnehmen müssen. Der 65-jährige Patient nimmt im Schnitt fünf Medikamente gleichzeitig ein, der 75- bis 84-jährige sogar sechs. Ebenso hoch wie die Anzahl der Medikamente ist auch das Risiko, durch gleichzeitige Einnahme eine Wechselwirkung zu verursachen.

Fakten zur Arzneimittelsicherheit

Insgesamt kam es im Jahr 2012 zu rund 800.000 kontraindizierten Kombinationsverordnungen. In weiteren 2,3 Millionen Fällen wurden Arzneimittel gemeinsam verordnet, die zwar nicht kontraindiziert sind, aber schwerwiegende Interaktionspotenziale bergen. Hinzu kommen 11,3 Millionen Fälle von Verordnungen, die mit moderaten, teils sogar gewollten Interaktionspotenzialen einhergehen.

AOK

Jeder vierte BARMER-Versicherte ab 65 Jahren erhielt im Jahr 2016 ein Arzneimittel, das von Experten nicht für diese Altersgruppe empfohlen wird (25,9 Prozent). Mehr als 1.400 BARMER-Versicherte nahmen Methotrexat ein, einen Arzneistoff für die Krebs- und Rheumatherapie, obwohl es bei diesen Patienten wegen gleichzeitig stark eingeschränkter Nierenfunktion nicht hätte eingesetzt werden dürfen.

Barmer

Wirksamer Schutz nur durch Vernetzung
und digitale Systeme möglich

1.860 Arzneimittelwirkstoffe in 454.012 Kombinationen von zwei Arzneimittelwirkstoffen sind laut Barmer-Studie im Jahr 2016 zum Einsatz gekommen. Die Zahlen verdeutlichen, dass kein Arzt die Risiken derartig vieler Arzneimittelkombinationen ohne Hilfsmittel korrekt einschätzen kann.

Zwar bieten viele Apotheken ihren Kunden einen sogenannten „Wechselwirkungs-Check“. Ohne Vorliegen der kompletten Gesundheitsdaten ist der aber nicht aussagekräftig und schafft nur eine vermeintliche Sicherheit.

Sicherheit in der Arzneimitteltherapie gibt es nur mit …

digitaler Vernetzung

Wenn die verschiedenen Akteure des Gesundheitssystems digital miteinander vernetzt sind und sich schnell und unkompliziert miteinander austauschen können.

zentraler Datenlage

Wenn jeder Patient dadurch Zugang zu einer eigenen Gesundheitsakte inklusive Medikationsplan hat, denn nur auf deren Basis kann ein Kontraindikations-Check erstellt werden.

intelligenter Analyse

Für die Analyse müssen komplexe KI gestützte Expertensysteme zum Einsatz kommen, um sämtliche Probleme automatisiert identifizieren zu können.

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